YMCA-Festival 2008 in Prag
330 Schweizer/-innen am YMCA-Festival in Prag
Lang geplant und herbeigesehnt – und schon ist es vorbei. Auf dem Festivalgelände des Prag-Festivals im Výstaviště-Park herrschte eine Woche lang fröhliche Stimmung, es gab keine grösseren Zwischenfälle und auch das Wetter stimmte. Das Festivalthema „Real life has no borders – wahres Leben hat keine Grenzen“ löste spannende Diskussionen aus.
Das Festival beginnt
Mit Reisebussen, Flugzeugen und Zügen treffen die 6800 Teilnehmenden aus über 50 Ländern in Prag ein. Alle bekommen ein Bett in einer Studentenunterkunft und ein Armband, das als Billett für Metro, Tram und Bus und als Eintrittsberechtigung für das Festival gilt.
Um 17 Uhr öffnet das Festivalgelände seine Türen und lädt zu einer ersten Erkundungstour ein. Am Abend wird das YMCA-Festival 2008 durch Peter Posner, den Präsidenten des YMCA Europe, offiziell eröffnet. Der Festivalsong wird eingeübt und akrobatische Doppelseilspringer und steppende Holländer begeistern das Publikum.
Die weiteren Festivaltage
Nach einer Bühnenshow am Morgen gibt es am Nachmittag jeweils Workshops. Da lernt man zum Beispiel sieben gute Gewohnheiten für Teenager oder die schwedische Art von Teambildung kennen. Praktisch Veranlagte bauen ein Baumhaus und basteln Portemonnaies oder Papierraketen. Sportliche üben sich im Doppelseilspringen und nehmen an Sportturnieren oder Plauschmatches teil.
Das Abendprogramm besteht aus Musik, verschiedenen Darbietungen und Geschichten aus dem Leben von Cevi-Leuten. Am Mittwochabend werden diverse Gottesdienste angeboten. Zur Auswahl stehen Gospel, Worship, ein Kerzen-Postenlauf, ein keltischer und ein orthodoxer Gottesdienst.
Am Donnerstag ist „City Day“ in der Prager Innenstadt. Die Bevölkerung und die Touristen sollen sehen, was der Cevi bietet. In einem Park haben Scouts und Jungscharleiter/-innen verschiedene Posten eingerichtet. Unweit davon treten auf der „Musik-und-Jugend-Bühne“ diverse Bands, Ten Sing-Chöre, Tanzgruppen usw. auf. An einem anderen Ort wird unermüdlich Indiaca gespielt.
Am Schlussabend begeistert Ira Losco, eine junge Sängerin aus Malta, mit ihrer super Stimme und Johan Vilhem Eltvik, der Generalsekretär des YMCA Europe, hält eine Schlussrede. Dann werden im Publikum Kerzen verteilt, angezündet und nach einer Stille rufen alle laut nach einer Neuauflage des Prag-Festivals.
Die Schweizer Delegation am Festival
330 Schweizer/-innen sind im Vergleich zur Gesamtteilnehmerzahl keine grosse Gruppe. Trotzdem sind sie sehr präsent. Einerseits durch die bordeauxrot-weissen Delegations-T-Shirts, andererseits durch ihr aktives Mitgestalten.
So planen und bauen die einen ein cooles Baumhaus, einen 75er-Sarasani, sowie die Zeltkirche, ein Dreifach-Sarasani aus 408 Blachen und 2 km Seil, der eine Fläche von 565 m2 überdeckt. Diese Bauten werden allseits gelobt und bereichern das Festival durch ihre besondere Atmosphäre.
Andere organisieren und betreiben die „tea & eat“-Lounge. Im Angebot sind Baked Potatoes, Schoggibananen, Flapjacks und diverse Tees – alles auf dem Feuer zubereitet. Jeden Tag gehen 50 kg Kartoffeln und 200 Bananen über die Theke.
Wieder andere gestalten einen Gottesdienst und einen Stand an der Expo und an den Lagerfeuer-Abenden ist die Schweizer Cevi-Kultur mit Liedern und Darbietungen vertreten. Zudem treten zwei Schweizer Bands auf der Hauptbühne auf: „Notstrom“ als Vorgruppe und „PULZ“ als Hauptband.
Zurück bleiben viele Erinnerungen, Erlebnisse, Begegnungen, Ideen und die Vorfreude auf das nächste YMCA Europe-Festival im Jahr 2013.
Anita Göldi