Winterlager 2007/2008
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Lagerbericht
Samstag, 29.12.07
Alle Cevianer, die mit einem grossen Rucksack (manchmal gar grösser als der Lastesel selbst) ausgerüstet und voller Tatendrang waren, hatten sich am Samstag am Bahnhof Oberwinterthur eingefunden.
Gut gelaunt wurden die Büsli gefüllt und abgefahren. Die sinusischen Standardsprüche folgten sogleich: „Ich wot nid is Heim!“ Doch dann, oh welch ein Wunder, eine göttliche Stille trat ein, eine solch wunderbare Stille, wie man sie sonst nur in der Nacht antrifft, was vor allem zur Überraschung und Freude des Fahrers geschah. Gestärkt durch Kaffee und Gipfeli starteten wir die zweite Etappe unserer Reise nach Trans. Via Feldweg erreichten wir dieses idyllische Bergdorf, luden unser Material aus und verspeisten unsern Lunch vor dem Haus in der Sonne.
Nach der Einpuffzeit wurden wir wieder in den Gemeinschaftsraum beordert, um dort unseren ersten Befehl entgegenzunehmen. Entweder begann man mit dem errichten einer Schneeleinwand oder man machte einen kleinen Spaziergang zum Iglubauplatz. Nach dem ersten wunderbaren Nachtessen wurden uns die Ämtiregeln bekanntgegeben: „Ich glaube ihr seid alt und reif genug um selber zu wissen, wie viel ihr abwaschen müsst.“ Die ersten Freiwilligen wurden gesucht und auch gefunden. Die andern konnten noch ihre Sachen einräumen oder Spiele spielen. Dem Lagerthema (Schnee und Iiis) entsprechend schauten wir den Film „So weit die Füsse tragen“. Mit Betten und Kissen ausgerüstet, machten wir es uns auf und unter den Tischen gemütlich. Nach der Hälfte störte uns die Küche beim Film schauen, wobei das auch nicht weiter tragisch war. Uns wurde auf einem Silbertablett ein PINGU serviert!!! Das steinharte Vanilleeis wurde ausgelöffelt und weil das den einen nicht genug war, wurde auch noch die Nase des armen Pingus verspiesen. Wir schauten noch den Schluss des Filmes, spielten noch ein bisschen und liessen uns dann voller Erwartung auf die Betten plumpsen und schliefen schon bald ein.
Wir hegten noch keine bösen Gedanken als uns der Plastikpingukopf serviert wurde. Das war auch nicht der Fall, denn Pingu war die perfekte Aufstehgeschichte und auch das ober mega hammer geilste Lagerthema der Cevigeschichte…..
Sonntag
Am Sonntagvormittag suchten wir uns zuerst einen geeigneten Schlittelhang. Der erste Hang war nicht das goldene vom Ei, wodurch wir gezwungen wurden, einen sonnigeren und steileren Hang zu suchen. Gesucht gefunden. Nach ein paar Einzelfahrten war die Piste gut präpariert und wir rutschten als Autopneuschlange den Hang hinab. Durch die vielen Bodenwellen rutsche der Ring von Joker unter seinem Körper weg und er hing in der Luft. Das machte so viel Spass, das alle vor Freude in Teletubissprache „noch mal, noch mal“ schrien. Auch rückwärts wurde ausprobiert und fand grossen Anklang. Doch leider ist so ein Morgen sehr kurz und wir mussten ins Lagerhaus zurück, denn die Küche wartete bereits.
Nach einem super Mittagessen zogen wir uns wieder an und stürzten und in den Schnee hinterm Haus. Dort beendeten wir die Baustelle und errichteten eine Bar für den Tagesschluss.
Gestärkt durch ein feines Nachtessen, spielten wir die ersten Partien Werwolf, das unsere Hauptabendbeschäftigung wurde. Heute wurde noch die Leinwand mit einem Pingufilm und die Schneebar mit einem super Dessert im Pingubecher eingeweiht. Diejenigen, die am längsten auf waren, durften oder mussten noch fürs Morgenessen den Tisch decken.
Montag
Heute ist Silvester und das ist immer speziell im WiLa. Die Tagesrucksäcke wurden mit Lunch und warmem Tee gefüllt und alle zogen sich warm an, denn eine Tageswanderung gehört in jedes Cevilager.
Nur dank Booster und überbrücken konnten wir unser Büsli starten um zur andere Talseite zu gelangen. Beim Loslaufen war das Wetter noch passabel. Trotz hundert Schichten hatten alle kalt, als wir in der Nebelsuppe bei einer Alphütte Zmittag assen. Obwohl die schnellere Gruppe noch ein paar Minuten wartete, überholten wir die andern bald. Leider haben sich die Gruppenleiter nicht genau abgesprochen, wo wir uns treffen sollten und so kam es, dass die schnellen auf den Spitz schneeschuhwanderten und die gemütliche Gruppe zur Sesselliftstation. Erst als wir den Gipfel Richtung Tal verliessen, lichtete sich der Himmel und wir konnten eine sagenhafte Aussicht geniessen. Nach ein paar Downhill-Rennen kamen wir in etwa einer Stunde unten an, obwohl wir 4 Stunden nach oben wanderten.
Alle rannten aus dem Bus um als erster unter die Dusche zu kommen. Nach einem, in einem Cevilager nicht geläufigem Menu (Raclette) schauten wir Film, spielten oder sangen mit Gitarrenbegleitung. Dann hiess es, dass wir uns sehr warm anziehen sollen um am der frischen Luft anzustossen. Mit einem schweren Klotz im Magen, der sich bei den einen, einen Weg an die frische Luft kämpfte, fuhren wir die kurvige Strasse nach Feldis. Dort mussten wir kurz warten, bis ein Pistenbully die Piste herunterkam. Wir staunten nicht schlecht, als wir wirklich mit der Sesselbahn um 23:15 auf die Alp fahren durften.
Um Mitternacht stiessen wir bei einem Hotberry-Coup auf ein gutes neues Jahr an. Dieses Jahr rutschten wir im wahrsten Sinne des Wortes ins neue Jahr, denn wir rutschten auf PVC-Mätteli ins Tal. Das waren wieder einmal ein wunderbares Cevi-Neujahr.
Dienstag
Auch wir durften ausschlafen und assen einen ausgiebigen Brunch mit selbstgebackenen Speckbrötchen. Heute war der grosse Schlitteltag. Mit Airboards, Fassdauben und Autopneus ausgerüstet stiegen wir wieder zum Schlittelhang hinauf. Immer exotischer wurden unsere Kombinationen; von Michelin-Männchen (alle Pneus über jemand gestülpt und dann den Hang hinunter gerollt) bis hin zum Rückwärts-PVC-Gruppen-Schlitten wurde alles ausprobiert. Wir hatten extrem viel Spass und wollten den ganzen Tag rodeln.
Wir assen erst am Nachmittag Zmittag und spielten wieder Werwolf. Nach dem Znacht ging es weiter wie immer: Pingufilm auf unseren Schneeleinwand schauen und bei einem feinen Dessert an der Schneebar den Tagesabschluss geniessen. Danach sangen wir noch ein bisschen und gingen ins Bett.
Mittwoch
Heute Morgen fuhren wir wieder nach Feldis, aber wir durften nicht die Sesselbahn benutzen sondern zogen die Schneeschuhe an und wanderten zur Bergstation. Dort spielten wir auf der höchstgelegenen Curlingbahn Curling. Leider beeinflusste der Wind unser Spiel stark. Nach dem Lunch in der Beiz machte sich die Hälfte auf den Rückweg und die andern spielten noch eine Partie. Da wir jetzt bei Licht hinunter rutschten, gab es keine blutenden Nasen mehr und niemand verlor sein Mätteli.
Obwohl wir sehr müde waren, mussten wir noch den Igluplatz stampfen. Auch die LaLei hatte es schwer sich zu motivieren.
Donnerstag
Das Iglubauen und übernachten ist für viele das Highlight im WiLa. Es hat aber auch seine dunkle Seite, denn man muss viel Material den Berg hinauf schleppen. Voll motiviert begann jede Gruppe Blöcke auszusagen und daraus den Grundring zu errichten. Schon von Anfang an war klar, das die dreier Gruppe einen Dom errichtete. Das Leiteriglu war schon fast fertig als es plötzlich rumms machte und das ganze Iglu zwei Insassen unter sich begrub. Zum Glück überlebten die anderen Iglus den Tag und wir nahmen die LaLei als Asylanten in unsern Dom auf. Nach einem Nachtspaziergang krochen alle in den wohlig warmen Schlafsack.
Freitag
Gut ausgeschlafen rissen wir die Iglus nieder und machten uns auf den Nachhauseweg. Auch heute gab es einen ausgiebigen Brunch und eine kleine Suppe während den WiLaOlympiade reichte um bis zum Abend ernährt zu sein. Diese Olympiade bestand aus den Disziplinen Slalom-Airboard, Fassdaubenfahren, Barryfox suchen, Schneeballzielwurf, Schneeturmbauen und dem Pinguparcours, denn Pussysalto nicht machen wollte, weil es ihm zu peinlich war. Dies endete leider in einer kleinen Krise, die zum Glück bald überwunden war. Nach Minipizza spielten wir noch Werwolf und sangen zusammen. Dann gab es ein Dessert und heissen Punsch an der Schneebar und das Lager war schon fast zu Ende.
Samstag
Nach dem Hausputz assen wir noch Lunch beim Haus, sangen das Lagerlied „siebe chugelrundi Soi“ und verabschiedeten uns von der schönen Umgebung. Die Autobahnraststätte Glarus wurde noch schnell mit einem aus voller Kehle gesungenen Lagerlied und Pingusong auf den Kopf gestellt und schon war man in Winterthur.
Ich hoffe alle haben sich gut resozialisiert und sich in den Alltag eingegliedert. Es war wieder einmal ein voller Erfolg, weiter so!!!
Calvin HET